Manuelle Lymphdrainage

Manuelle Lymphdrainage – Eine sanfte Therapie bei Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe

Lymphdrainage Massageauflage TestDie manuelle Lymphdrainage ist eine sanfte Methode, um Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe zu lösen. Dazu wendet ein Therapeut spezielle Handgriffe an, um den Abfluss des Lymphsystems zu mobilisieren. Die Behandlung ist hilfreich, wenn sich Lymphflüssigkeit im Gewebe staut und zu schmerzhaften Schwellungen führt. Je nach Krankheitsbild kann die Therapie die Heilung beschleunigen.

Was ist eine Lymphdrainage?

Die Lymphdrainage ist eine angenehme Therapie, um den Fluss der Lymphe im Körper anzuregen. Mit sanfter Griff-, Druck- und Entspannungstechnik löst ein geschulter Therapeut die gestaute Flüssigkeit im Bindegewebe. Die streichenden, kreisenden und rhythmischen Bewegungen beschleunigen den Abfluss des Lymphsystems bei schmerzhaften Schwellungen im Gewebe. Behandelt werden der gesamte Körper oder die Extremitäten. Eine Ganzkörperbehandlung dauert 60 Minuten.

Wie wirkt eine Lymphdrainage?

Die Lymphflüssigkeit durchfließt unseren Körper in einem weit verzweigten System. Sie transportiert essentielle Nährstoffe in die Zellen. Auf ihrem Rückweg nimmt sie Schadstoffe, Zellabfälle und Krankheitserreger mit, um sie in Filterstationen – den sogenannten Lymphknoten – zu reinigen. In den Lymphknoten befinden sich Abwehrzellen des Immunsystems, die im Krankheitsfall wirksam werden. Anders als der Blutkreislauf verfügt das Lymphsystem über keine eigene Pumpvorrichtung und ist an den Druck des Blutsystems gekoppelt. Mitunter ist deshalb eine manuelle Lymphdrainage nötig, um den Abtransport von Schadstoffen über das Blut zu gewährleisten und den Reinigungsprozess des Körpers zu beschleunigen. Da die Lymphbahnen nah unter der Haut verlaufen, reichen sanfte Handgriffe aus, um den Abfluss gestauter Flüssigkeiten anzuregen, das Immunsystem zu stärken und Stress abzubauen.

Wann wird eine Lymphdrainage angewendet?

Die Methode wird häufig nach operativen Eingriffen in Kombination mit Krankengymnastik und Kompressionstherapie (Armbandage, Kompressionsstrumpf) angewendet. Häufig ist der Lymphabfluss nach Operationen gestört, da der Hautschnitt Lymphbahnen durchtrennt. Ebenfalls profitieren Menschen mit einer angeborenen Fettverteilungsstörung in den Beinen (Lipolymphödem), bei Venenschwäche und Sportverletzungen.

Wer darf die Lymphdrainage anwenden?

Die Behandlung wird von Physiotherapeuten und Masseuren mit einer speziellen Weiterbildung, in seltenen Fällen durch einen Phlebologen ausgeführt.

Wann darf die Methode nicht angewendet werden?

Bei einer akuten Infektion oder Thrombose, sowie bei einer Herzschwäche ist von einer Behandlung unbedingt abzusehen.

Fazit

Aus medizinischer Sicht unterstützt die Therapie den Heilungsverlauf, lindert Schmerzen und vermeidet Spätkomplikationen. Hier findest du Informationen zu weiteren Massagearten.

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