Bindegewebsmassage

Was ist eine Bindegewebsmassage?

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Die Bindegewebsmassage gehört zu den Reflexzonenmassagen und ist auch unter dem Begriff subuktane (SRT) Reflextherapie bekannt. Erfunden wurde sie im Jahr 1929 von der deutschen Krankengymnastin Elisabeth Dicke. Dicke selbst litt unter einer schweren Behinderung am Bein, die fast zu einer Amputation bei ihr geführt hätte, die sie aber dank ihrer eigenen entwickelten Technik verhindern konnte. Wenn du dich für die Bindegewebsmassage interessierst, erhälst du nachfolgend die wichtigsten Informationen zu dieser Massagetechnik.

Das Prinzip der Massage

Die Bindegewebsmassage basiert auf der Grundannahme, dass bei Erkrankungen der inneren Organe Spannungsunterschiede im lockeren Bundegewebe der Unterhaut entstehen. Genau diese Spannungen ertastet der Therapeut mit Unterstützung des Patienten und versucht sie anschließend mit seiner Massage zu beheben.

Bei einem ersten Tastbefund geht es dem Masseur vor allem um die Beantwortung folgender Fragen: Gibt es Spannungsunterschiede in der Muskulatur? Lassen sich in der Unterhaut Rheumaknötchen finden? Wie hoch ist der Flüssigkeitsgehalt des Gewebes? Die anschließende Druckmassage zielt dann darauf ab, die Organe des Körpers sowie deren Funktionen positiv zu beeinflussen.

Wenn du mit ihr wirkliche Erfolge erzielen möchtest, solltest du über mehrere Wochen lang zwei bis drei Anwendungen in Anspruch nehmen. Jede Sitzung dauert in der Regel zwischen 10 und 15 Minuten. Durchgeführt werden kann diese Massagetechnik im Prinzip von den meisten Physiotherapeuten. In einem Erstgespräch mit einem solchen kann abgeklärt werden, ob er Erfahrungen mit der Bindegewebstechnik hat und wie eine genaue Behandlung aussieht.

Erfolgsversprechende Methode bei verschiedenen Erkrankungen

Neben der örtlichen Wirkung sollen auch die entfernteren Gebiete des Körpers erreicht werden. Vielfach erfolgreiche Behandlungsergebnisse konnten in der Vergangenheit bereits bei Migräne-Erkrankungen, Durchblutungsstörungen in den Beinen oder rheumatischen Gelenkschmerzen erzielt werden. Ebenfalls könnte die Bindegewebsmassage bei Menstruationsbeschwerden, Störungen im Magen- und Darmtrakt sowie bei Krampfadern heilende Wirkungen erzielen. Wer unter Gefässerkrankungen, Krebserkrankungen, einer Blutungsneigung, Venenentzündungen oder Erkrankungen, die mit einem immer wieder auftretenden Fieber verbunden sind, leidet, sollte zunächst eine Rücksprache mit einem Facharzt halten.

Die Kostenübernahme

Ordnet ein Arzt die Bindegewebsmassage aus heilmedizinischen Gründen an, dann wird ein Großteil der Kosten von den meisten Krankenkassen übernommen. Als Patient musst du dann nur noch einen gesetzlich festgelegten Eigenanteil bezahlen, der jedoch relativ gering ausfällt. Genauere Auskünfte dazu können der behandelte Arzt oder auch der Physiotherapeut erteilen.

 

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